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Kirche Schrenz als Legomodell
Kirche Schrenz als Legomodell

Zur Darstellung der Bedeutung der romanischen Dorfkirche für Schrenz soll ein geschichtlicher Abriss dienen.
Zum Zeitpunkt der urkundlichen Ersterwähnung 1161 von Schrenz bestand vermutlich auch schon das heutige Kirchengebäude – in seinem romanischen Bauzustand. Der eingezogene, gerade geschlossene Chor ist jünger.

Im 17. Jh. erfolgte der Einbau der Langfenster mit Bleiglasfenstermotiven. Im Inneren befindet sich eine Balkendecke und eine einseitige Empore. An der äußeren Südwand befinden sich drei barocke Grabsteine.

In der Südwand befindet sich ein spätgotischer Sakramentsschrein. 1875 hatte die Kirche zwei Glocken, gegossen von Gebr. Ulrich in Laucha.

Auf dem Kirchhof befindet sich südlich der Kirche eine schlichte Friedhofskapelle.
Nordwestlich der Kirche steht ein Grab- und Gedenkstein der Bauernfamilie Schlurick. 


 Kirche von Westen beim Hochwasser 1940
Um 1972 entschied der Kirchenrat der  Kirchengemeinde Rieda-Schrenz sich aus finanziellen Gründen für die Stilllegung der Kirche in Schrenz zu schließen.

Auch nach der friedlichen Revolution wurden keine Sanierungsmaßnahmen an der Kirche zur Abdichtung der „äußeren Hülle“ vorgenommen. So befindet sich das Gebäude heute in einem baulichen schlechten Zustand, da die Feuchtigkeit über die mittlerweile offenen Dächer ungehindert in das Innere gelangen kann.
Darum beschloss ein Initiativkreis von Schrenzer Familien die Gründung eines Fördervereins, dessen Aufgabe es sein soll sich hierfür zu engagieren. Die Gründungsversammlung erfolgt am 4. April 2013.
„Eine Gesellschaft, die ihre Kirchen vergisst, vergisst ihre Geschichte.“
Damit Vergangenheit Zukunft hat und um die Bausubstanz des ältesten und bedeutendsten Gebäudes von Schrenz für künftige Generationen zu erhalten, will der Förderverein für die Kirche in Schrenz, die zum Evangelischen Kirchspiel Zörbig gehört,  tätig werden.
Kirchen und kirchliche Kunstschätze sind Ausdruck unserer gemeinsamen Vergangenheit, Zeugnis des Glaubens und Lebens unserer Vorfahren und Dokumente unserer Orts-, Kirchen- und Kulturgeschichte.
Kirchengebäude, und gerade auch die unter Denkmalschutz stehende romanische Dorfkirche in Schrenz, sind in einer offenen Gesellschaft Orte der Öffentlichkeit. Die Kirche prägte Jahrhundertelange und prägt noch heute das Gesicht des Ortes.
Für ihre Erhaltung sind alle gesellschaftlichen Gruppen verantwortlich. Es gehört daher zur treuhänderischen Verantwortung jeder Generation, diesem Kulturerbe eine Zukunft zu sichern.
Eine Dorfkirche hat gegenüber einer großen Stadtkirche viel familiärere, ja persönlichere Züge. Sie ist Mittelpunkt des Dorfes. Ob nun in religiöser Hinsicht, oder aber als Begegnungsstätte der Bewohner. Sie ist so fest in das Gesamtbild des Dorfes eingegliedert, dass man sie nicht auf Dauer entfernen kann, ohne dem Dorfganzen zu schaden.
Nicht jedes Dorf hat eine Dorfkirche, sondern vielmehr hat jedes Dorf seine Kirche.
Durch jährliche Veranstaltungen und Aktivitäten will der Verein realisieren, dass die Schrenzer Kirche auch heute noch im Brennpunkt des Lebens steht und ein Ort der Begegnung und des Erinnerns; ein Ort der Stille und Besinnung wieder wird und bleibt.
Der Förderverein arbeitet ehrenamtlich. Beiträge und Spenden dienen in voller Höhe ausschließlich satzungsgemäßen Zwecken. Der Förderverein wurde vom Finanzamt Bitterfeld-Wolfen als gemeinnützig anerkannt.
Vorstand und Mitgliederversammlung am 04.04.2013 werden sich darauf verständigen, in der nächsten Zeit dringend notwendige Erhaltungsarbeiten am Gebäude maßgeblich zu unterstützen.
Ohne weitere finanzielle Mittel und sonstige Unterstützungen kann der Verein diese Aufgaben jedoch nicht erfüllen.